Donnerstag, 25. August 2011

Ruins / Kyrest LP - Reviews

So, I collected a bunch of reviews and it looks like most of the writing people have a good taste..... Here we go:

Ox
Neocrust? Mit der stilistischen Bezeichnung gehe ich nicht konform, denn „Neo“ ist alter Wein in neuen Tüten. Beide Bands spielen – und diese Bezeichnung lasse ich mir nachher gleich rechtlich schützen – Post-Crust, der zwar noch die bewährten Röchelvocals und an manchen Stellen auch das Hoppelschlagzeug hat, aber auch keine Berührungsängste mit Psychedelic, kleinen Spielereien und Krautrock aufweist. Außerdem wird so das hemmungslose Zelebrieren der Post-Apokalypse deutlich, die es hier eindrucksvoll und mächtig zu feiern gibt. Die RUINS haben sehr geniale Melodien (wer nach „Der Letzte Tag“ nicht überzeugt ist, der kann auch ruhig seine Geburtsurkunde verbrennen) mit einem für diese Richtung erstaunlich ausgefeilten Songwriting, während KYREST mit etwas mehr versteckten Melodien auf die Präzision des Malwerks setzen. Beide Bands ergänzen sich sehr gut so, beide bauen eine beklemmende Atmosphäre auf und klingen zu keiner Sekunde wie echte Debütanten. Die schöne Aufmachung mit passendem Cover plus klarem Vinyl rundet den Gesamteindruck ab. Irgendwo zwischen den letzten beiden KYLESA-Platten, dem Werk von TRAGEDY und verdammt gut! (9 von 10 Punkten).


Poisonfree
Gleich 2 deutsche Bands stellen ihr Debut in Form dieser Split vor, was ich als recht apartes Konzept empfinde. Ruins beginnen, wobei das bei Splits ja immer so eine Frage ist. Für mich beginnen sie jedenfalls. Tief, sumpfig, kehlig wird der erste Song rausgehauen, recht dreckig, ein bisschen sludgig. Keine leichte Kost, auch nicht im folgenden Track, der schneller ist, ordentlich rumpelt und fast an Holy Terror erinnert. Erfreulicherweise wird nicht mit Melodien gespart, was dem Song ein bisschen warmes, melancholisches gibt. Durchaus gelungen, schon jetzt. So gehts dann auch weiter, also tief, böse, derbe, und das ist das Schöne daran. Gesungen, pardon, gegröhlt wird mal auf deutsch und mal auf englisch, und beides fügt sich gut. „Victory of the Sun“ erinnert dann an Baroness oder gern auch ein versumpfte Version von Mastodon – auch wenns bis dahin natürlich noch ein bisschen hin ist. Zudem holzen sich Ruins am Ende des Tracks recht flott und hardcorig durch das Finale. Also, das ist alles wirklich ausgesprochen gut gelungen, was ich so gern auch für den letzten Tracks stehen lasse. Kyrest machen nach dem Seitenwechsel weiter. Hier gehts erstmal instrumental los, aber nicht total unähnlich zu den Ruins. Auch hier stapft man erstmal durch eine schwergängigen, tiefgestimmten Sumpf, bevor es richtig derbe losrumpelt. Plötzlich lauert der D-Beat und der Crustcore, die Stimme ist kompromisslos rotzig – freundlich ist hier mal gar nix. Die folgenden Tracks sind rockiger, aber nicht wirklich leichtere Kost. V.a. das Reibeisenorgan macht einem zu schaffen – im positiven Sinne jedoch. Die Band entwickelt gutes Gewicht und Wucht auch bei zurückgenommener Geschwindigkeit, und klingt dabei an vielen Stellen näher am Punk als an was anderem. Den Sieg der Debuts tragen Ruins nach Hause, aber beide Bands zeigen angenehm ihr Können. Kann man gefahrlos kaufen – lohnen würds sich für die Ruins-Seite allein.


Punkrock
Alleine schon der fette Karton und das düstere Artwork, in dem das hellgrau transparente Vinyl daher kommt, überzeugt und könnte ein Grund sein diesen Output haben zu wollen. Aber auch die Songs der auf 500 Einheiten limitierten Scheibe können ordentlich was. Ruins sind im Vergleich zu der voran gegangenen Single sehr düster geblieben und haben ihrem Sound noch einige Zentner an Gewicht zugeladen. Alex vom Label spricht von Neo-Crust und könnte damit gar nicht mal so Unrecht haben. Kyrest stehen Ruins insofern in nicht viel nach, knarzen aber nicht so wuchtig überzeugend, was aber nicht zwangsläufig als Nachteil gewertet sein muss. Mit Downloadcode von Rising Riot Records, bzw. hier: http://risingriot.blogspot.com/p/downloads.html


Borderlinefuckup
Crustcore ist ein vielschichtigeres Genre als viele denken. Grind, Postrock bis Black Metal Einflüsse kann man finden und Bands wie Alpinist, Fall Of Efrafa, From Ashes Rise, Iskra etc. sind populär geworden. Ganz gerne fällt dann auch der Terminus Neocrust. Ruins und Kyrest passen da gut rein, auch wenn ich es persönlich für überflüssig halte, hier gleich von Neocrust zu sprechen. Ruins nehmen die A-Seite der Platte ein und geben sich sehr punkig. Für Freunde von verspielten, melodischen Gitarren + Gröhlstimme und auch D-Beat. Highlights sind für mich „No Tears Will Fall“ und „Victory Of The Sun“. Die Stücke kann man durchaus hymnenhaft nennen und Ruins hören sich gar nicht so düster an, wie man es sich von den Texten denken könnte. Die Produktion ist leider etwas dumpf geraten. Kyrest sind Landsleute und bieten heftigere Klänge. Die Gitarren sind flächiger und mit Metal angereichert, der Shouter fieser und die Produktion druckvoller. Kyrest sind schlichtweg crustiger und ich kann mir gut vorstellen, dass die ab und zu Alpinist hören. Gleichzeitig haben Kyrest mehr Groove und einen nicht ganz so drückenden Stil. Ich find textlich ist noch Luft nach oben, gerade bei den deutschen Texten. Wenig Neues ist da zu hören und manche Formulierung wirkt plump. Naja Deutsch ist auch eine plumpe Sprache. Im Großen und Ganze eine sehr solide Split-12“, mit ordentlicher Spielzeit und schicker Aufmachung. Fans von genannten Stilrichtungen, sollten mal reinhören. 7/10


Trust
Hellyeah! Zwei aufstrebende Jungkrusten Bands teilen sich diese feine Split LP. Beide Bands liefern eine fette Dampfwalze ab und zerpflücken die Anlage. Sehr geil gemachte Split. Gefällt mir.


Plastic Bomb
Ich habe noch die erste Demo Veröffentlichung von Ruins aus Bielefeld in Erinnerung, die mich damals vor 2 Jahren sehr gebockt hat. Die Jungs spielen so richtig schön düsteren Sound, der irgendwie an Tragedy oder Mönster erinnern mag, versehen mit einfach schönen herunter gestimmten Gitarren und kehligem Gesang. Wobei mir die Ruins Songs auf dieser Split LP noch einen Tacken besser gefallen als auf dem vorherigen Output. Es scheint so als ob die neuen vier Songs deutlich kompakter und heftiger rüber kommen. Die einzelnen Songs fangen meist langsam und düster an, Soundwände werden aufgebaut, eine fiese Beklommenheit steigt im Hörer auf, und wenn dann der Song in ultra brutale Hardcore Passagen übergeht ist es wie eine Erlösung und man kann seinem aufgetauten Frust und seiner Wut freien Lauf lassen. Danke für diese Ruins Songs... dafür muss ich mir jetzt überlegen wie ich das Chaos in meinem Zimmer aufräumen darf, nachdem ich gerade alles umgeschmissen und in die Ecke gepfeffert habe... Kyrest aus Erlangen spielen auf ihrer Split LP Seite in dem gleichen Tümpel wie Ruins, wobei sie allerdings noch tiefer in die musikalische Depri-Kiste greifen und keinen Zweifel daran lassen, dass es besser ist, dass man sich angesichts der weltweiten Lage die Kugel gibt. Diese Split LP ist ein mieser kleiner Ficker für alle Leute, die auf Kopfkino stehen.


Underdog
RUINS aus Bielefeld donnern bombastisch, gewaltig und laut über den Asphalt, dass kein Gras mehr wächst, "no tears will fall". Der basslastige, schwermütige, aber kluge Sound ist Auslöser für Depressionen, Migräne und suizidale Handlungen. Die Angst wächst im Kopf, Jan, Jonas, Rouven, Hannes schüren diese mit einem Versatz aus pessisimistischen Gedanken, Horrorszeanrien, Unterzuckerung und Hirnblutungen. Jeder Riff und Beat ist ein Schlag gegen die Schläfe, wirkt benommen und gezielt zugleich. Ein Abstrich und the darkest myth comes real. RUINS sind auf Spurensuche, ohne Wattetupfer oder Spatel. Sie setzen dir Klammern an die Augenlider und lassen dich sehen, was sie sehen: "Black winds blow, ancient fear grows, hands in the sand aside rotten planks(...)".
KYREST aus Nürnberg/Erlangen kämpfen gegen Windmühlen, kaufen sich morgen eine Knarre und wollen nicht länger warten, zuzusehen, wie andere den Bezug zur Realität verlieren, sich hilflos fühlen. Die Fortschrittsskeptiker führen zähe Verhandlungen, haben Selbstzweifel, verlangsamen das Tempo und erzeugen negative Spannungen, die selbstzerstörerisch wirken. Der innere Widerstand wird dadurch aufgehoben, dass die Befriedigung, die Sehnsucht nach Leben den Grenzwert überspannt: "Bewegungen wirken einstudiert(...)". Am Ende der Rotation wartet der Tod.


Hell Is Open
Ruins kommen aus Bielefeld, Kyrest aus dem Raum Erlangen und Nürnberg. Sie haben sich unter dem Banner Neocrust auf dieser Split LP zusammengetan. Beide Bands haben im Vorfeld schon einige Demos veröffentlicht, sind also somit keine ganz Unbekannten mehr und haben schon ausreichend Erfahrung in diesem Genre vorzuweisen. Ruins belegen die A Seite der Platte mit ihrem doch recht melodischen Crust der aber auch Einflüsse von Punk und D-Beat vorzuweisen hat. Fette groovige Gitarren und Gröhlstimme, teilweise geradezu hymnenhaft und garnichtmal so düster wie die meisten Genrevertreter.Fall of Efrafa und Tragedy lassen grüssen. Auf der zweiten Seite dann Kyrest, metallischer, die Gitarren breiter und flächiger und auch Sänger Flo kommt noch eine Ecke fieser daher. Sie sind noch deutlicher im Crust verwurzelt. Sie haben die feinen Melodien eher in ihrem musikalischen Mahlwerk versteckt. Auch haben Kyrest die deutlich besser Produktion, sie wirken brachialer und grooviger als die doch etwas dumpferen Ruins Songs. Beklommenheit, Düsterkeit, Einsamkeit, Ausweglosigkeit, das sind die Emotionen die bei beiden Bands gut transportiert werden. Textlich bewegt man sich zwischen Deutsch und Englisch. Noch hervorzuheben die edle Aufmachung der 12 Inch LP. Zu den düsteren Klängen schuf man ein ebenso düsteres Artwork auf dicker Pappe welches sich auch im Inlay fortsetzt. Die Platte selbst kommt im grauen transparenten Vinyl. Das Ganze ist auf 500 Exemplare limitiert. Wer die Vinyl besitzt kann dann mit Passwort das Ganze auch noch auf http://risingriot.blogspot.com/p/downloads.html downloaden.

Dienstag, 9. August 2011

First Song Of The New Remember EP

Here is a first song of the new Remember 7", that will be released this september. Listen and enjoy.


Remember - Without Cease by risingriotrecords